Geplante Feriensiedlung am Meldorfer Hafen
Veröffentlicht am: 14. August 2026
Autor: Peter Jansen

Das von ihr angestrebte Bürgerbegehren gegen die geplante Ferienhaussiedlung am Meldorfer Hafen ist nach Angaben der BINS (Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog e. V.) lt. Bescheid des Kreises Dithmarschen vom 12.08.26 zulässig. Das teilt sie auf ihrer Homepage (https://www.bi-speicherkoog.de) mit.
In den vergangenen Monaten hatte die Initiative über 1.000 Unterstützer/innen-Unterschriften gesammelt und beim Amt Mitteldithmarschen abgegeben; notwendig zur Erreichung des Quorums waren 908 gültige Unterschriften.
Mit dem Begehren soll die Stadtvertretung Meldorf aufgefordert werden, ihr Weisungsrecht gegenüber den von ihr in den Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog entsandten Vertretern in dem Sinne wahrzunehmen, dass der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 71 aufgehoben und die weitere Planung für die Feriensiedlung gestoppt wird.
Vertreter/innen des Bürgerbegehrens werden das Anliegen voraussichtlich in der Stadtvertretersitzung am 15. September 2026 vorstellen und erläutern.
Sollten die Stadtvertreter diesem Ansinnen dann nicht entsprechen, wird es nach aktueller Lage der Dinge insofern wohl zu einem Bürgerentscheid kommen. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.
Geplant ist nach dem derzeitigen Stand der Bau von Ferienreihenhäusern mit insgesamt 54 Ferienwohneinheiten sowie 16 Hausbooten im Hafenbereich. Außerdem ist eine unterirdische Kläranlage auf einem Teil des kostenlosen Besucherparkplatzes Deichstraße vorgesehen. Das gereinigte Abwasser soll in den Mielespeicher eingeleitet werden.
Die für das Vorhaben geplante Fläche liegt nicht im Naturschutzgebiet, grenzt jedoch an sensible Schutzbereiche sowie Brut- und Rastvogelgebiete.
Die BINS lehnt das Projekt ab. Sie verweist auf mögliche Belastungen durch zusätzlichen Verkehr, Licht, Lärm, Besucher, Hunde und Müll.
Die Tertius GmbH & Co. KG (https://speicherkoog.de) als Projektentwicklerin dagegen ist unter Verweis auf eingeholte Gutachten überzeugt, dass sich auch mit der geplanten Ferienhaussiedlung eine Balance zwischen Naturschutz und Tourismus/Naherholung erreichen lässt.